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Freitag, 14. August 2015

"Links" und "Rechts" im gesprochenen Text sind in Fahrtrichtung zu verstehen - nicht in Flussrichtung...

Liebe Alle

Ich bin in Khorog eingetroffen, wo ich ein schönes Zimmer in einem netten Guesthouse gefunden haben (nein, nicht Pamir Lodge, wo alle absteigen...). Ich werde hier 3-4 Nächte bleiben und in dieser Zeit auch einen neuen Blog mit neuen Fotos vorbereiten.

Ich bin OK - sehr zufrieden, die Strecke von Dushanbe bis Khorog alleine bewältigt zu haben. Ich habe seit Kaleikhum 2x im Zelt geschlafen und gestern das Zimmer im Homestay in Rushan mit einem Schweizr aus Lausanne geteilt, der in der Gegenrichtung unterwegs ist - alles Weitere im nächsten Blog...

Danke Papi, für das onlinestellen des letzten Blogs!!!
Liebe Grüsse in die Welt hinaus

Patrik Kirtap

10. August 2015

Neuester Bericht: auf dem Weg zum Pamir

Liebe Alle

 Am 06. August 2015

bin ich also in Dushanbe losgefahren mit dem Ziel, Kaleikhum zu erreichen. Heute Nachmittag, 09.08.2015, ist mir das auch gelungen. Die Fahrt entlang der M41 – sie ist auf meiner Karte als richtige, grosse Strasse eingezeichnet – war recht anstrengend, fehlte die Strasse doch über lange Stücke. Doch alles der Reihe nach...

 

Später als geplant konnte ich mich vom „Nescafé 3in1“ im Greenhouse Hostel in Dushanbe verabschieden – es wurde gegen 10.30 Uhr bis ich endlich losgefahren bin. Im Gespräch mit einem Deutschen Radler, der in der letzten Nacht hier angekommen ist, erfahre ich vor der Abfahrt noch eine Anekdote von seinem Grenzübertritt Uzbekistan/Tajikistan: Damit er eine Hotelübernachtung sparen konnte, ist er die letzten drei Tage in Uzbekistan durchgefahren und hat gecampt. Am Zoll musste er sich bis auf die Unterhose ausziehen. Um das Prozedere etwas zu beschleunigen hat er dann spontan entschieden: „Da mach ich mich doch grad mal ganz nackig“. Er habe sich also gleich und blitzschnell ganz ausgezogen und sich dem Zöllner in seiner ganzen Schönheit präsentiert – die Arme seitwärts ausgestreckt und habe dem Zöllner gesagt „Enjoy!“. Ob das dem Zöllner wegen des Anblicks des nackten Radlers oder wohl doch eher wegen der olfaktorischen Einflüsse zu viel wurde bleibt für immer unergründet – auf jeden Fall sei die Körperkontrolle sofort beendet gewesen und auch die Gepäckkontrolle sei dann sehr speditiv verlaufen... Hoffentlich war das nicht der gleiche Zöllner, der schon über Andrea Bergs Beine gestolpert ist, sonst hat der ja wirklich ein komisches Bild vom „Wilden Westen“...

Vielleicht muss ich das am nächsten Zoll auch mal versuchen – ich weiss nämlich nur zu gut, wie Radler und ihre Kleidung hier bei diesen Temperaturen riechen, die drei Tage oder länger nicht richtig geduscht haben und will Euch das hier nicht näher beschreiben...

 

Die M41 und damit mein Weg aus Dushanbe raus zu finden, war ganz einfach: Aus dem grossen Tor des Guesthouses raus, links, die erste Strasse wieder links und dann stand ich schon an der M41. Dann noch einen gäbigen Moment abwarten, bis ich die doppelt ausgezogene Sicherheitslinie überfahren und auf der Gegenfahrbahn einspuren konnte. Gar nicht so einfach, wenn der Stadtverkehr auf vier Spuren rollt... Alles schlussendlich aber kein Problem und locker flockig ging die Fahrt aus der Stadt hinaus. Der Rückenwind war mir für einmal hold und so kam ich gut voran und erfreute mich an der guten Strasse, auf der kaum ein Schlagloch anzutreffen war J!

Ehrgeizig wollte ich so viele Kilometer machen, wie möglich an diesem Tag, auf dieser guten Strasse – und am Abend fand ich dann keinen Platz, um mein Zelt zu stellen – die sich gegen Abend anbietenden Plätze waren mir nicht gut genug – schlussendlich fand ich mich in einer Schlucht: Rechts ging es senkrecht zum Fluss hinunter – links ebenso senkrecht die Bergwand hoch. Und dazwischen schlängelte sich die Strasse durch die Schlucht – kaum ein Plätzchen auszumachen, wo ich mein Zelt aufstellen könnte. Doch da kam ein Steinbruch und die Arbeiter deuteten mir, dass ich da zelten dürfe. Nur: Der Platz war voller Scherben – kann ich nicht gebrauchen, denn die schneiden mir den Zeltboden und meine Schlafmatte auf... Also weiter. Schlussendlich finde ich ein Plätzchen am Strassenrand. Aber so gesichert, dass mich kein Auto überfahren kann im Zelt – das ist ebenso eine Horrorvorstellung wie die, jemand könnte mein Zelt mit Benzin überschütten und anzünden. Das habe ich mal irgendwo gelesen – und seither sitzt diese Idee halt fest in meinem Hirn – so blöd!! Einschlafen wurde etwas schwierig, weil die PKWs und LKWs quasi durch mein Zelt donnerten – lärmig. Aber der Tag hat mich so müde gemacht, dass ich den Schlaf doch recht gut finde...

 

Der 07. August 2015

begrüsste mich wiederum mit sonnigem Wetter – und ich erfahre dann recht schnell, was andere Reisende meinen, die schreiben und berichten, die Strasse sei in einem schlechten Zustand. Schlagloch reiht sich an Schlagloch. Die Strasse ist über weite Strecken weder befestigt noch asphaltiert und zum Teil auch kaum mehr sichtbar, ginge bei uns zeitweise nicht mal mehr als Feldweg durch - doch hier ziehen Trucks Schiffscontainer über diese „Strasse“... Passpartu hat einiges zu bewältigen auf dieser „Strasse“ und macht das sehr gut!! Ich sorge mich um meinen Gepäckträger, der all diese Schläge ja auch aushalten muss und hoffe, jede Schraube und jede Öse möge ihren Dienst verrichten... Am Strassenrand taucht plötzlich ein Restaurant auf, wo ich zum Frühstück einkehre. Im Angebot ist einzig Fleischsuppe – also esse ich Fleischsuppe zum Frühstück. Die schmeckt mir seit Uzbekistan sehr gut. Nebst mehr oder weniger Fleisch von einem toten Tier, dessen Gattung ich jeweils nicht wirklich feststellen kann, hat es viel Gemüse in der Suppe und hin und wieder auch Nudeln. Und vom toten Tier ist wohl so ziemlich alles in der Suppe, was ein totes Tier hergibt. Mein CH-Velopartner hatte in Denau plötzlich etwas auf der Gabel, was wie Hoden ausgesehen hat – lieber er als ich - ... – ich wäre nicht so unerschrocken gewesen und hätte dieses Stück „Fleisch“ bestimmt nicht gegessen – vielleicht habe ich aber in der Vergangenheit einfach nicht realisiert, was ich esse - ???- ... – auch gut!!

Ich treffe zwei Velofahrer aus England aus der Gegenrichtung. Sie meinen, ich soll die „gute“ Strasse noch geniessen, es werde nur noch schlimmer... Ihr macht mir Hoffnung Jungs – vielleicht war es ja auch nur ein Scherz à la „Schwarzer Englischer Humor“?

Doch es bewahrheitet sich. Die Strasse wird nicht einfacher zu befahren. Schlussendlich schaffe ich es doch bis zum ersten „grossen“ Checkpoint, wo die Strasse nach Khorog erstmals angeschrieben abzweigt. Ich muss meinen Pass und das Pamirpermit vorweisen, werde einmal mehr in eines der Bücher bzw. Hefte eingetragen und weiter geht die Fahrt, nachdem ich im Magasin nochmals Wasser gekauft habe.

Einige Kilometer hinter dem Checkpoint campiere ich – abermals am Strassenrand, da auch hier kein besserer Platz in Griffweite... Mein Kocher versagt mir zum Nachtessen den Dienst und anstatt der Instantnudeln, von denen ich seit Stunden träume, gibt es trockenes Brot und eine Dose Insalata Rio Mare, die ich seit Slowenien oder Istanbul im Gepäck habe – was für ein Festessen...

 

Am 08. August 2015

kämpfe ich mich weiterhin über die schlechten Strassen und erreiche gegen Abend endlich den Ort, wo die Strasse den grossen Bogen über den Fluss macht – ENDLICH, ein entscheidender Punkt auf meiner Fahrt nach Kaleikhum ist erreicht! An dieser Abbiegung steht ein Restaurant – sonst kaum etwas. Ich beschliesse hier noch ein Abendessen einzunehmen und mein Zelt in einigen Kilometern dann aufzustellen. Im Restaurant fliesst aus einem Gartenschlauch Wasser in die Blumenbeete – ich schnappe mir den Schlauch und wasche mir damit Haare und Gesicht – eine Frau eilt mit ihren Feuchttüchern zu mir und deutet mir, ich solle mich damit waschen. Auch nicht schlecht – danke! So staube ich mich mit Feuchttüchern mit Rosenduft ab – so sanft und seidig habe ich wohl schon lange nicht mehr geduftet – Rosenduft – nicht wirklich meine bevorzugte Duftnote – aber in der Not reinigt sich der Radler auch mit Rosenduft... J

Zum Nachtessen gibt es – ihr dürft raten – Fleischsuppe. Ich verstehe die Wirtin natürlich nicht, da sie nur Russisch spricht – also deute ich ihr, dass ich schauen möchte, was sie an Essen anzubieten hat – und sie winkt, ich soll mit in die Küche kommen. Da steht dann auf offenem Feuer der Suppentopf – ich kann einen Blick reinwerfen und entscheide: Das ist gut, sehr gut! Serviert wird die Suppe mit einem Salta aus Gurken und Tomaten und dazu wird frisches Brot gereicht und ein Krug Chai. Alles für 18 Somoni – ihr könnt durch 6.5 teilen und habt dann Schweizer Franken...

Ich finde wieder einen Zeltplatz am Strassenrand und bekomme noch Besuch von einem komischen Typen aus dem Dorf in der Umgebung, welches ich bewusst meiden wollte als Campingort. Denn nahe an einem Ort zu campen ist mühsam, es laufen alle Kinder zusammen und vor allem auch die männlichen Erwachsenen und bestaunen den Radler... Ich weiss nicht so recht ob der Typ „verladen“, „besoffen“ oder „zurückgeblieben“ oder „von allem etwas“ ist. Auf jeden Fall ist es schwierig, ihn loszuwerden und er will auch nicht kapieren, dass ich kein Russisch spreche. Dann will er Passpartu mit allen Gepäcktaschen zu meinem Zelt bringen. Ich rufe ihm „NIET!!!“ und „NO!!!“ zu, als ich realisiere, was er will – doch zu spät. Er ist überrascht vom Gewicht und Passpartu fällt hin. Da werde ich sowas von hässig, schreie ihn an und deute ihm, er soll nun einfach abhauen und das „dawei, dawei!!!“. Er versteht – wird säuerlich, will aber trotzdem meinen Fotoapparat und mein Handy sehen, was ich ihm nicht zeige sondern ihn wieder mit „dawei, dawei“ auffordere zu gehen (das habe ich ja am Zoll gelernt – praktisch...!). Er zottelt dann etwas eingeschnappt ab – und ich hoffe, er komme nicht wieder zurück – und meine Hoffnung erfüllt sich!

 

Am 09. August 2015

stehe ich müde auf. Meine Beine sind müde, mein Körper ist müde, mein Geist ist müde – und vor mir der mit 3'252 m.ü.M. höchste Pass meines Lebens mit den schlechtesten Strassen meines Lebens. Ich mache mich auf den Weg, nachdem ich eine Runde Selbstmotivation geübt habe...! Ja, meine Reise ist und bleibt auch immer wieder ein Intensivseminar in Sachen Selbstmotivation!! Weiterbildung und Lebensschule in einem. Eigentlich müsste ich das alles von den Steuern als Weiterbildung abziehen können... J

Einige Kilometer nach dem Start kommt ein nächster Checkpoint, wo ich wiederum Pass und Pamirpermit vorweise. Ich frage die beiden Polizisten, ob es hier ein Taxi auf den Pass gibt. Also Fragen ist übertrieben. Ich zeichne in den Staub auf der Aussenfassade des Wächterhäuschens den Checkpoint, einen Berg und die Stadt Kaleikhum. Und die Passhöhe und deute, dass ich vom Checkpoint auf die Passhöhe ein Taxi möchte. Ja, das wird mir zu viel, da selber hochzufahren. Die Wächter diskutieren. Einer schreibt mir dann in den Staub auf der Fassade des Häuschens, dass ein Taxi 200 Somoni kosten würde – auch hier könnt ihr wiederum durch 6.5 teilen aber auch beachten, dass das der Preis für über 10 Nachtessen ist... Ich überlege lange, ob ich das Taxi rufen lassen soll oder ob ich mir dann Zeit meines Lebens den Vorwurf mache, den Pamir nicht gefahren zu sein, wobei der hier ja noch gar nicht anfängt....!! Hm – ich entscheide mich schweren Herzens, das Taxi rufen zu lassen – und staune nicht schlecht, als ca. 20 Minuten später der eine Wächter vom Checkpoint in Uniform in seinem Privatauto vorfährt und mein Taxi ist. Er verdient sich also während der Arbeitszeit ein Zubrot, welches er wohl mit seinem Kumpel wird teilen müssen. Die Wächter am Checkpoint nehmen übrigens von den kontrollierten Autofahrern gerne mal ein Trinkgeld an, welches diskret während des Handschlages die Hand wechselt – und doch so plump, dass es jedem auffällt – ich musste bisher noch nie etwas bezahlen... Würde ich wohl auch nicht machen, sondern vor dem Häuschen halt in den Sitzstreik gehen – oder doch bezahlen? Ich werde das entscheiden müssen, wenn ich mal in die Situation kommen sollte...

Bereits einige Meter nach dem Checkpoint wird für mich klar, dass mein Entscheid, mich mit dem Taxi fahren zu lassen, absolut richtig gewesen war. Das Taxi braucht für die knapp 40 Kilometer 1.5 Stunden über brutal schlechte Strassen – ich hätte Passpartu wohl – gefühlte und reale - Kilometer weit schieben müssen...

Die Abfahrt nach Kaleikhum hat es auch in sich. Ich kann mich mit 10 km/h pro Stunde talwärts rollen lassen und erfahre erstmals so richtig die Einsamkeit des Gebirges hier in Tajikistan. Ich komme mir in den hohen Bergen so klein vor – wirklich klein. Schön auch, das alleine erleben zu können!! In den drei Stunden dauernden Abfahrt kreuzen mich drei Autos... Ja, man ist hier oben schon auf sich alleine gestellt... Mir sind aber auch immer wieder Autofahrer begegnet, die kurz angehalten und gefragt haben, ob alles OK sei. Das konnte ich zum Glück immer mit YES beantworten – und dann sind sie weitergefahren. Ein gutes Gefühl zu wissen, dass der eine oder andere Autofahrer wohl helfen würde, wenn ich Hilfe benötigte – sofern dann in diesem Moment auch ein Auto käme...

Kurz vor Kaleikhum passiere ich wiederum einen Checkpoint und frage den bewaffneten Militär, ob es denn in Kaleikhum ein Hotel gibt – ich sehne mich nach einer Dusche... J Der Militär bestätigt: Hotel Roma. Ihr ahnt nicht, welche Bilder mir durch den Kopf schiessen, wenn ich an das Hotel Roma denke. Roma – das klingt nach Kaffeemaschine, Pasta, Grappa, Gelati... - ... Ich erreiche Kaleikhum und entdecke das einzige Hotel im Ort, wo das Zimmer – haltet Euch fest – 100 Dollar die Nacht kosten soll. Ich erkläre an der Reception, dass ich nur ein Zimmer mieten und nicht das ganze Hotel kaufen möchte!! Ich bekomme einen Discount von 30 Dollar. Aber 70 Dollar für ein Zimmer bezahle ich hier nicht – hallo?? Auch wenn das Hotel edel ist, eine richtige Kaffeemaschine hat, eine Bar mit Grappa und allem, was man sich als Westler gewohnt ist – und WiFi im Zimmer und, und, und. NEIN! Das muss ich mir wirklich gut überlegen und erkläre der Dame an der Reception, dass ich mir das nicht leisten könne bzw. gut darüber nachdenken müsse. Also was macht der Radler in der Not: Sucht das nächste Lädeli, kauft sich ein eiskaltes Bier und einen ebenso eiskalten Eistee und setzt sich mal auf die Treppenstufe vor dem Lädeli – sofort kommen die Einheimischen und fragen „Woher-Wohin“ – ich erkläre, sie staunen. Dann frage ich nach einem Zimmer – und sie verweisen mich ins Nobelhotel. Schreibe denen in den Staub des Gehweges, dass die 100 Dollar pro Nacht wollen, was höchste Irritation auslöst. Hm – gibt es tatsächlich nichts anderes? Ich frage „Hotel Roma“ – und dann geht es Schlag auf Schlag und plötzlich steht „der Manager“ des Hostel Roma in seinem Mercedes vor dem Lädeli und vermietet mir auf der Strasse ein Zimmer in seinem Homestay für 18 Dollar – ich drücke den Preis, ohne das Zimmer gesehen zu haben, mal auf 16 Dollar inkl. Frühstück, Nachtessen und WiFi und lasse mir das Homestay zeigen. Alles bestens. WiFi funktioniert so gut, dass ich über eine Stunde mit meinen Eltern skypen kann. Ich entscheide mich, hier zwei Nächte zu bleiben und dann die nächsten 240 km bis Korog unter die Räder zu nehmen.

Am Abend trifft auch Eric ein – der Töfffahrer aus Alaska, der mit seinem Motorrad rund um die Welt fährt (er ist von Südamerika samt Motorrad nach Lissabon geflogen und seither auf Festland unterwegs) – ich habe ihn bereits in Dushanbe getroffen. Wir essen zusammen das Nachtessen – Fleischsuppe J!  Ich gehe früh schlafen und will dann auch ausschlafen, um übermorgen erholt die Strecke nach Khorog unter die Räder nehmen zu können!

 

Der 10. August 2015

Es wurde nichts mit ausschlafen heute Morgen! Die anderen Gäste im Homestay brechen früh auf, wecken mich, ich döse weiter. Doch dann stehen plötzlich Mitglieder der Besitzerfamilie in „meinem Zimmer“, müssen an ihren Schrank – mühsam! Beim Frühstück sortiere ich meine Fotos, der Manager des Hostels kommt hinzu und schnappt sich mein MacBoock und schaut sich staunend die Fotos an – insbesondere die von der  „Route des Grandes Alpes“  in Frankreich tun es ihm an. Diese hohen Berge UND ÜBERALL GUTE STRASSEN – er staunt sprachlos. Sieht er das zum ersten Mal?? Ja, so sehen Strassen in Europa in den Bergen aus, richtige Strassen!! Es geht uns verdammt gut in Europa und in der Schweiz!!!

Ich wasche meine Kleider und staune, welches Schmutzwasser dadurch entsteht. Anschliessend erwecke ich meinen Kocher zum Leben – das freut mich!! So werde ich unterwegs dann meine Nudeln kochen können!!!   MMMMHHH...!!

Allein hier sei wieder Strom vorhanden...

Er erklärt mir, die Strasse nach Khorog sei in schlechtem Zustand – ich werde trotzdem versuchen, die Strecke zu fahren – und melde mich dann in 4 bis 5 Tagen wieder online. Fotos kann ich keine hochladen, das WiFi hier lässt nicht zu, dass ich meine Website öffnen kann. Allenfalls kann ich die Fotos meinem Vater mailen, der dann eine Galerie erstellen kann. Das ist dann ein Projekt für heute Nachmittag.

 

Es geht mir nach wie vor gut – auch wenn die M41 mich fordert und ich nicht mehr so überzeugt bin, dass es eine gute Idee war, den Pamir mit dem Velo fahren zu wollen. Aber wenn dann alles durch ist, wird es schon eine gute Idee gewesen sein... J

 

Herzlich in die Welt hinaus!

 

Patrik Kirtap

 

05. August 2015

Neuer Blog aus Dushanbe

04. August 2015

Da mein Begleiter, mit dem ich heute Morgen den Weg in Richtung Pamir unter die Räder nehmen wollte, unter Magenkrämpfen leidet, haben wir die Abfahrt auf Mittwoch, 05. August 2015 verschoben. Habe mich daher mit einem Nescafé 3in1 aus der Guesthouseküche wieder unter die Bettdecke verzogen und stehe so gegen 10 Uhr dann mal langsam, langsam auf... An Ruhetagen soll Mann schliesslich ruhen - und die Nächte im 10er-Schlafsaal sind nicht nur ruhig und erholsam. Es ist eigentlich die ganze Nacht über ein Kommen-und-Gehen, weil die Reisenden hier halt rund um die Uhr ankommen und abreisen - fast wie in einem Bienenhaus - nur schlafen die Bienen nachts wohl - ...

Heute also nochmals ein Ruhetag in Dushanbe - ich kann meine Weiterreise noch etwas googlen und das hat auch seine Vorteile - denn ich muss mich ja bald mal entscheiden, was ich nach meiner Ankunft in Bishkek tun will - oder nicht - oder doch - oder wie  - oder was...

Passpartu, meinem Magen und mir geht es gut - ich freue mich, wenn wir Morgen dann starten können! Passpartu glänzt - habe ihn gestern gewaschen, nun kriegt die Kette noch etwas Öl und dann sind wir eigentlich ready...

03. August 2015

Heute habe ich nach sicher zwei Stunden warten vor dem magischen Schalter mein Pamir-Permit erhalten. Ein Zettelchen - OK für drei Euro kann ich auch nicht mehr erwarten ;-))

Lesen kann ich es nicht wirklich  - aber Passnummer und Daten scheinen zu stimmen... Morgen geht's los...!

Übrigens werden bei der Ausreise aus Uzbekistan offenbar alle Touristen sehr sorgfältig geprüft. Ein Deutscher berichtete, dass er sich bis auf die Unterhosen ausziehen musste...

Na dann viel Spass denen, die hinter mir noch aus Uzbekistan ausreisen... Zieht Euch nette Unterwäsche an, damit Ihr dann einen guten Eindruck macht...

02. August 2015 - Heute bin ich bereits seit vier Monaten unterwegs - und es fägt noch immer OBERMEGASUPER!!!

O1. AUGUST 2015


NEUER BLOG AUS DUSHANBE INKL. VIELE BILDER...

 

HAPPY BIRTHDAY LIEBE SCHWEIZ

31.07.2015 Kirtap ist bereits in Dushanbe angekommen... Blog folgt - es waren wiederum ereignisreiche Tage - und es gab sogar ein Treffen mit Andrea Berg - wer hätte das erwartet...!! Aber ich bin zu müde für den Blog - ihr müsst Euch noch etas gedulden...

26. Juni 2015

Ein Emotionaler Tag auf dem Weg zur Grenze Iran/Turkmenistan...

Die letzten Kilometer im Iran...

Auch wenn ich im Video etwas nachdenklich wirke, ginge es mir damals sehr gut - die Fürsorge der Menschen auf  der Strasse für mich ging mir eben so unter die Haut, dass ich nachdenklich war und nicht euphorisch...

Liebe Grüsse

Patrik Kirtap

05.07.2015: In Bukhara angekommen...

Liebe Alle

Nur schnell: Ich bin heute in Bukhara angekommen - habe einen CH-Velofahrer getroffen - oder eher er mich - sind den Rest heute zusammen gefahren - war lustig, mal wieder echtes Schwiizerdütsch zu reden...

Wir sind im Rustan&Zukara Guesthouse abgestiegen - alles voller Velofahrer - und alle hängen am WiFi und bald gibts dann gemeinsames Abendessen, zubereitet von der "Hostelmutter"...

Es geht mir gut, nein SEHR gut - und: Usbekistan ist HEISS und es hat GEGENWIND VOM STRÜBSTEN - und alles ist sandig und staubig. Heute die erste "richtige" Dusche seit Tagen - vorher gab es nur die Petflasche in der Wüste oder der Wasserkübel mit der Kelle im "Badezimmer" meines gestrigen Gastgebers - und hier gibts sogar eine Badewanne und - ihr glaubt es nicht, was für ein Luxus: Ein Sitzklo mit Wasserspülung - keine Fliegen, keine Mistkäfer in der Plumpsklogrube und der beissende Geruch der offenen Klos hier bei knapp 50 Grad fehlt mir auch gard nicht - das ist doch wahrer Luxus. Versteht mich nicht falsch: Ich will die Welt sehen, wie sie ist - und habe schon ganz viel gesehen und erfahren - und doch ist es halt schön, mal wieder etwas "westlich" zu wohnen - denn: Es geht uns verdammt gut in der Schweiz...

Morgen oder übermorgen dann mehr - muss nun MacBook an die Steckdose hängen - will bald mit meiner Familie Skypen, mein (erwachsener) Göttibueb ist auf dem Sprung zu seiner Weltreise, die ihn via USA nach Neuseeland in die Sprachschule führen wird - so können wir uns verabschieden...

Herzlich bis bald mal wieder!!!
Patrik

02.07.2015: NEUER BLOG AUS TURKMENABAD

Aufgepasst!

 

Am Donnerstagabend   2.  JULI / 22.25  präsentiert „Aeschbi“ in seiner Promi-Sendung auf SRF 1  „mein  Nepalthesi“, Maria Theresia vom Berner Oberland.

Sie war und ist eine meiner wichtigsten Stütze, Ratgeberin, Inspiratorin und Motivatorin auf meiner Veloreise. Sie wird von Ihrer Veloreise nach Nepal packend zu erzählen wissen.

www.seithes13.ch      

Für nicht schweizerische Fernsehgucker ist „Aeschbi“ ein Moderator namens Kurt Aeschbacher, der in seiner wöchentlichen Abend - Sendung jeweils am Donnerstag immer ganz spezielle Leute präsentiert. Nun habe ich sogar noch für Aeschbi aus dem fernen Iran Gratis-Werbung betrieben!

22.06.2015

Liebe Alle

Bis Afang/Mitte Juli 2015 dürfte es um mich definitiv still werden - das heisst nicht, dass mir etwas zugestossen wäre...:

Morgen Früh sattle ich Passpartu, um Richtung Grenze zu Turkmenistan zu radeln. Ich werde unterwegs kaum mehr so regelmäßig Internet haben, wie in den letzten Wochen im Iran, wo alles doch einiergmassen - wenn oft auch holprig - funktionierte. 

Bis Anfang/Mitte Juli 2015 dürfte es um mich definitiv still werden, da ich nebst realer Wüste eben auch Internetwüsten zu durchqueren habe... Ich versuche mit meinen Angehörigen per SMS in Kontakt zu bleiben - allenfalls gibts hier dann mal einen kurzen Hinweis, wie es mir so geht, der von meinem Vater ins Netz gestellt wird. Wen ihr nichts lest, dann geht es mir gut!! Und dann schaut doch einfach mal wieder vorbei - die nächsten Stationen sind Turkmenistan - Usbekistan mit Buchara und Samarkand! - 1001 Nacht wartet  auf mich!!

Ich freue mich natürlich, wenn Ihr weiterhin treue Besucher der Website bleibt und vielleicht trotzdem den einen oder anderen Kommentar absetzt oder ne Mail schickt - ...

Herzlich

Patrik Kirtap

WICHTIGE HINWEISE:

KEINE Plausch-Anrufe oder Plausch-SMS auf meine CH-Handynummer - auch wenn ich mich darüber sehr freuen würde.... Bitte nur WhatsApp oder E-Mail oder über das Kontaktformular - wobei WhatsApp bisher der absolut zuverlässigste Weg war...!!

Wer mich wirklich dringend erreichen muss, bitte WhatsApp oder SMS auf mein CH-Handy schicken - ich rufe dann mit meinem lokalen Handy zurück. Alle anderen Kommunikationswege sprengen mein Budget, weil Swisscom mir für jedes empfangene SMS 2 Franken belastet!!

Zugriffsprobleme machen mir mein elektronisches Leben schwer. Ich habe nur "zufällig" Zugriff auf Mails und den Erfassungsmodus dieser Seite. Auf das Fenster in der Schweiz habe ich seit meiner Ankunft hier gar keinen Zugriff. Ich bleibe hartnäckig dran und versuche, mich zu organisieren...

Übrigens:

Ich bin mir sehr bewusst, dass es in meinen Blogartikeln diverse Grammatikfehler hat. Mir ist jeweils wichtig, die zum Teil raren, langsamen und holprigen WiFi-Verbindungen zu nutzen, meine Berichte hochzuladen, damit meine Familie - zu denen meine erstaunlich vielen Blogleserinnen und -leser irgendwie auch schon gehören - möglichst schnell wissen, dass es mir gut geht und was ich so erlebt habe, sich ein Bild machen können, wo ich bin - und sich so möglichst wenig um mich sorgen müssen. Da nehme ich eben Dreckfuhler und Werkstabenverbuchselungen gerne in Kauf!

Loesung zu Bilderrätsel Nr. 3...

Was isst Kirtap denn da (siehe Bild unten)???

Kirtap hat getrocknete Maulbeeren gegessen -  die weissen. Die roten wurden mir am 23.06.2015 frisch gereicht im Garten meiner damaligen Gastgeber - sie sind nach den weissen reif...


Herausgefunden hat es niemand - Maulbeeren kennt man in der Schweiz offenbar nicht. Ich lernte sie durch Marianne und Tom kennen, den 2 Veloelern, als ich sie in Teheran zum zweiten Mal getroffen haben - dafuer bekommen sie eine Karte, so haben sie dann schon Post, wenn sie in 1.5 Jahren heimkehren...

Eine zweite Karte geht an Erika, die meinte, was ich da esse, sei wohl Non-Food... - falsch, aber witzig...


Die Dinger schmecken aehnlich wie Rosinen - aber viel mehr nach Honig - lecker, wenn Ihr sie in der Schweiz mal seht: AUSPROBIEREN!!

Bilderrätsel 2 - die LÖSUNG LAUTET...:

HIER WACHSEN KEINE BERBERITZEN, KEINE MANGOS, KEINE KAPERN... HIER WACHSEN PISTAZIEN...

Übrigens: Pesche auf Platz zwei ist ein Nachbar eines Freundes von mir, den wir am Tag meiner Abreise am 02.04.2015 noch bei sich daheim besucht haben, als wir durch dessen Wohnort geradelt sind auf dem Weg nach Langnau - die Welt ist doch ein Dorf...

Des Rätsels Frage:

Was wächst hier???


1. Karte ist vergeben - sputet Euch...!!! Bravo Eric!!

15.06.2015, 21:14

2. Karte ist vergeben - es bleibt noch Platz 3...!!! Bravo Pesche!!

16.06.2015, 10:20

3. Platz wurde von niemandem belegt...

MARKT SZENE...

25. Mai 2015 Dogubayazit

Die fliegenden Händler haben sich vor der Moschee so positioniert, dass die Besucher der Moschee nach dem Gebet an ihnen vorbei müssen...

Jeder Händler bietet seine Produkte lauter an als der andere - jeder hat schliesslich auch die beste Qualität zum besten Preis...

Habe versucht, für Euch einen kleinen Eindruck festzuhalten...

CAY SZENE...

25. Mai 2015 Dogubayazit

Ja, da fühle ich mich in Dogubayazit sehr wohl - hier auf diesem Platz beim Cay - Kartenschreiben - die Stimmung aufnehmen - Cay Trinken - sein - nachdenken... Und um 12 Uhr ruft der Muezzin.

Wunderzauberhaft schön.

Habe versucht, für Euch diese Szene einzufangen - das Video vermag die Stimmung nicht vollständig zu vermitteln - und doch gibt es Euch einen kleinen Einblick "in meine Welt"...

MEIN ZWEITES VIDEO...

Da wusste ich JA noch nicht, dass sich der Verkehr dann auf der Stadtautobahn vermehrfachen würde...

Somit war meine kleine Veloverkehrswelt hier noch ganz in Ordnung...

MEIN ERSTES VIDEO...

Zugegeben - an der Ton- und Bildqualität muss ich noch feilen... Habe ja noch Zeit...

Die LKWs haben sich an der Grenze Bulgarien/Türkei im Fall auf einer Länge von 10 Kilometer aufgereiht - einer hinter dem anderen und warten geduldig, bis sie dann am Zoll abgefertigt werden...

Unterwegs getroffen...:


In Istanbul...:

Marianne und Tömu aus Belp - 2 Veloeler

Flurina und David

www.greenonwheel.com

In Schiraz getroffen und bis Yazd unterwegs...:

Karin und Fritz aus D-Wolfsburg auf dem Weg nach Japan...

 

RÜCKWÄRTS gelesen ergibt mein Vorname Kirtap 

ich kremple mein Leben um und schaue als Kirtap

VORWÄRTS...

                                                                                     ...VORWÄRTS, dem bisher wohl grössten Abenteuer meines Lebens entgegen, welches hinter dem Horizont auf mich wartet...:         

 


AM 02. APRIL 2015, 09.15 UHR

bin ich zu meiner

VELOTOUR VON BERN NACH SINGAPUR

gestartet! 

 

 

!!! A C H T U N G !!!

ICH BIN NUR NOCH VIA SMS/HANDYNUMMER ERREICHBAR

E-Mail und/oder WhatsApp funktioniert nur noch,

wenn ich freien Internetzugang habe...

Das war bisher oft am Abend der Fall - wird sich

aber im weiteren Verlauf der Reise mit hoher Wahrscheinlichkeit verschlechtern.

 

RÜCKWÄRTS? VORWÄRTS!

Ich gönne mir eine Reiseauszeit von mindestens einem Jahr. Wie weit ich während meiner Reiseauszeit komme, wie lange ich wirklich reise - ich weiss es nicht! Alles hängt schlussendlich auch davon ab, wie es mir unterwegs ergeht und gefällt, wie gross das Heimweh wird, wie...

 

Irgendwie ist es vorbestimmt,

wann wir kommen und wohin wir einmal gehn...

                                                                                                                (Irma Holder)

 

Die Detailplanung läuft auf Hochtouren - es gibt viel zu tun - Zügelkisten packen, Keller räumen, Route Planen, Visa- und Ein- reisebestimmungen abklären...

 

Hier geht's zu den Reisevorbereitungen...


Geplante Route:

 

Schweiz - Italien - Slovenien/Ljubliana - Kroatien/Zagreb - Serbien/Belgrad - Bulgarien/Sofia - Türkei/Istanbul - Iran - Turkmenistan - Usbekistan - Tajikistan - Pamir Highway - Kirgistan - China - Südostasien (Laos? Vietnam? Burma? - Andrea, treffen wir uns Weihnachten 2015 in Hanoi, wenn Du aus Neuseeland heimreist - oder Du Deine zweite Reise machst??) - Thailand - Malaysia - Singapur - Indoniesen - spätestens dort orientiere ich mich neu - vielleicht hänge ich ein weiteres Reisejahr an - oder auch nicht - oder doch - oder... 

 

Auf www.kirtap.ch werde ich über meine Reisevorbereitungen und dann rollend von unterwegs in Wort und Bild berichten...

 

Vorerst geplante Route:

21.03.2015

AUSRÜSTUNG VERVOLLSTÄNDIGEN...

Die Ausrüstung ist vervollständigt...

Der Kassenzettel des Veloplus in Ostermundigen ist fast so lang wie ich...

 

Der Totalbetrag erreicht fast die Höhe des Kaufpreises, den ich für mein letztes Occasionsauto bezahlt habe... Für Insider: Ja das Auto, aus dessen Kotflügel das Ahornbäumchen gewachsen ist... Ich war doch schon immer ökologisch unterwegs...

 

Aber ich habe nun vom Kocher über die Benzinflasche (zum Kocher!) zu den Pfannen und Handschuhen, dem Reparaturmaterial bis zur Regenhose alles, was ich brauche - oder sogar noch mehr - ausser ich hätte doch noch was vergessen...

 

Die Kunst besteht nun darin, das alles noch in die vier Packtaschen zu packen, die mir zur Verfügung stehen...

 

REISEBLOG

Reiseberichte

Text- und Fotoschnappschüsse

Impressionen

20.08.2016

20 Wochen unterwegs...

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Cappuccino-Index

Ein Index aus der Wirtschaft - im wahrsten Sinne des Wortes...

Aktualisiert am 16.06.2015