AGRA - Taj Mahal
Das Jahr 2011 startete ich mit dem Besuch des Taj Mahals. Die ganze Nacht über tobte ein Gewitter über Agra - am Morgen schob ich eine Krise, weil es noch immer in Strömen regnete. Einmal im Leben dem Taj Mahal so nahe - und dann dieses Wetter... Wie ich das Taj Mahal erreichte, hörte der Regen auf und ich kam - dank einem Führer, der sich mir aufdrängte... - sehr schnell an den laaangen Menschenschlangen vorbei zum Taj Mahal - und war schlicht und einfach überwältigt. Ich hatte hohe Erwartungen an DAS Bauwerk der Bauwerke und war mir sicher, ich könne nur enttäuscht werden, wenn ich mit so hohen Erwartungen unterwegs sei... Und dann kam der erste Blick auf das Taj Mahal und damit auch die Hühnerhaut - es war schlicht, einfach und ergreifend: Unbeschreiblich schön! Meine sehr hohen Erwartungen wurden bei WEITEM übertroffen!!
VARANASI
Von Agra gings mit dem Nachtzug nach Varanasi. Die Jugendherberge war an und für sich OK - nur war sie in der Neustadt gelegen und definitiv ohne Seele an diesem heiligen Ort. So habe ich beschlossen, mir ein Zimmer in der Altstadt zu suchen. Es war ein mühsames Unterfangen - und doch hat es sich schlussendlich gelohnt. Ich habe im Puja Guesthouse ein (teures) Zimmer mit Balkon auf den Ganges gemietet und habe mich in Varanasi einfach nur wohl gefühlt. Tee trinken auf der Dachterrasse des Puja Guesthouse und auf die Stadt zu schauen, dem Treiben auf dem Ganges zuschauen, den Klängen der Zeremonieen lauschen, Tagebuch schreiben, sein - ein wunderbarer Ort! Es lohnt sich auf alle Fälle, in einem Guesthouse in der Altstadt abzusteigen - auch wenn die um ihren Reiz wissen und für lokale Verhältnisse zum Teil hohe Zimmerpreise verlangen... In Varanasi hatte ich den Eindruck Indien, so wie ich es mir vorgestellt habe, zu spüren - es war ein toller Ort mit viel "Boden" und Seele...
Eindrücklich auch die Kremationen am Ufer des Ganges, welche rund um die Uhr zelebriert werden. Es lag - je nach Wind - immer ein Duft nach Rauch in der Luft...